Die stille Minderheit unserer Zeit: Warum Kontemplative in einer Welt der Sichtbarkeit übersehen werden
Die Unsichtbarkeit der Kontemplativen Unsere Zeit spricht viel über Sichtbarkeit. Wir sprechen über gesellschaftliche Teilhabe, über Inklusion, über Anerkennung und über die Bedürfnisse unterschiedlichster Gruppen. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass irgendwo die Frage gestellt wird, wer gehört wird und wer nicht. Wer gesehen wird und wer übersehen wird. Doch es gibt eine Gruppe, die in diesen Diskussionen fast nie vorkommt. Nicht weil sie besonders klein wäre. Nicht weil sie keine Bedürfnisse hätte. Sondern weil sie sich dem Mechanismus öffentlicher Aufmerksamkeit weitgehend entzieht. Es sind die Kontemplativen. Menschen, die ihr Leben nicht primär auf Erfolg, Karriere, Status oder gesellschaftliche Wirksamkeit ausrichten, sondern auf Sammlung, Stille und innere Vertiefung. Paradoxerweise sind gerade sie oft die Unsichtbarsten. Dabei ist ihre Unsichtbarkeit nicht bloß ein gesellschaftliches Versäumnis. Sie gehört in gewisser Weise zu ihrem Weg selbst. Der Kontemplative sucht gewöhnlich...