Viele Religionen beschreiben eine tiefe innere Erfahrung, bei der das eigene Ich zurücktritt und der Mensch eine Einheit mit der göttlichen Wirklichkeit erfährt. Im Christentum spricht man von Unio mystica, im Judentum vom Devekut, im Sufismus des Islams von Fana und Baqa, im Hinduismus von der Einheit von Atman und Brahman. In diesem Artikel werden diese Erfahrungen vergleichend betrachtet, ihre Begriffe erklärt und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Ziel ist es, zu zeigen, dass der Weg der inneren Gottesvereinigung nicht exklusiv christlich ist, sondern in verschiedenen Kulturen und Traditionen existiert. Gleichzeitig wird die Spannung zwischen gewöhnlichem Ich-Bewusstsein, gesellschaftlicher Realität und der inneren Vereinigung diskutiert, sodass moderne Leserinnen und Leser die Relevanz dieser alten Wege im heutigen Alltag nachvollziehen können. Ein Weg, der in vielen Religionen erscheint Viele Menschen verbinden den Begriff Mystik ausschließlich mit einz...
Ein kleiner Versuch, kontemplationsgerecht in einer funktionalen Welt zu leben
— Eine Aufsatzsammlung